Meisterprüfung im Goldschmiedehandwerk
Das Stück, mit dem die Prüfung endet.
Ein Meisterstück ist kein Schmuckstück aus dem Sortiment. Es ist die Arbeit, die ein Goldschmied zum Abschluss seiner Meisterprüfung anfertigt: eigener Entwurf, eigene Ausführung, vom Meisterprüfungsausschuss beurteilt. An ihm zeigt sich, was der angehende Meister in Gestaltung und Technik beherrscht.
In unserer Familie sind drei dieser Stücke erhalten, jedes aus einer anderen Generation. Sie stehen nicht zum Verkauf. Nebeneinander zeigen sie, wie sich Formensprache, Werkstoffe und Technik in 55 Jahren verändert haben, und was in der Werkstatt gleich geblieben ist: die Arbeit von Hand.
1950
Otto George legt die Meisterprüfung ab. Sein Meisterstück ist ein Anhänger in Gelbgold mit Turmalin.
1972
Gerhard George, sein Sohn, folgt mit einem Armschmuck aus Weißgold, Ebenholz und Brillanten.
2005
Christian George, sein Enkel, schließt mit einem handgetriebenen Platinreif ab und ist damals der jüngste Goldschmiedemeister Deutschlands.




